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MATERIALTRENDS 2010 FÜR MÖBEL UND INNENAUSBAU

Letzte Änderung: 25.02.2010
Die Messe Interzum in Köln als Leitmesse des MöbelkomponentenBereich findet nur in ungeraden Jahren statt. In den geraden Jahren übernimmt die ZOW in Bad Salzuflen die Trend-Orientierungsfunktion für neue Materialien im Sektor. Diese öffnet sich auch zunehmend für die Bereiche Raumausstattung, Design und Architekturtrends.

Hier eine Kurzfassung der 2010er-Materialtrends der ZOW im Februar:

Oberflächen/ Strukturen/ Farben:
Der Zenit der kontrastreichen Strukturen und Farben ist überschritten; Verbraucher bevorzugen wieder harmonische und natürliche Einrichtungen. Der Interieurbereich wird wieder heller, leichter und vermittelt optische Weite.

Neben die haptisch aufgewerteten Holzklassiker und die weiterhin starken Uni-Hochglanzelemente treten zunehmend auch Steindekore sowie Strukturen mit Metallic-Effekten und Glanz-/Matt-Wechseln.
Materialien vermitteln ihre Wertigkeit zunehmend über die Haptik als Alleinstellungsmerkmal
Motto: Fühle was du siehst; egal ob Holz, Stein, Leder: Wenn ein Dekor Natürlichkeit darstellen soll, dann ist auch die originale Haptik gefragt.

Die Digitaldrucktechnik macht auch kundenindividuelle Dekore (Ornamente, Logo-Integration etc.) einfacher herstellbar.

Speziell für den Objektbereich sind auch MDF-Platten in Wellenstrukturen im Kommen.

Transluzente Elemente sind weiter im Trend; Stichworte: Licht, LED-Nutzung, Hinterleuchtung, Strukturierung durch Glas-Laser-Innengravuren; speziell für kleine Räume, Küche & Bad, gewinnen durch strukturiert-transluzente Elemente Weite.

Materialien:
Leichtbau: Dicke Materialstärken auf Basis von leichten Innenkonstruktionen.
Die Innenleben-Arten werden zunehmend vielfältig: Neben die bekannten Pappewaben treten auch Riegel-Holzstrukturen (Vollholzmöbel) oder Schaum-Innenleben.
Auch durch Beschlags-, Verbindungs- und Maschinentechnik werden zunehmend im Leichtbau-Bereich Akzente durch Innovationen gesetzt.

Technik:
Funktionsbeschläge:
Sesam öffne dich. Der Einzug der sich durch einfachste Berührungen automatisch öffnenden und schließenden Sensor-Schränke hat begonnen.
Im Hochpreissegment wird sich auch der Möbeltischler und der Objekteinrichter mit diesen Techniken auseinander setzen müssen.
Und auch ein Nachrüsten ist - bspw. für Vorratsschränke - möglich.
Ebenso werden Angebote zur Beleuchtung des Schrankinnenraumsgemacht.
Der Trend zu einer weiteren Elektrifizierung der Möbellandschaft wird damit verstärkt; die Einplanung der Stromversorgung von Beginn wird immer wichtiger.

Zierbeschläge/ Griffe:
Hier gibt es wenig neues: Der Trend geht eher weg von klassischen Einhandgriffen; es kommen (integrierte) Griffleisten - und eine Automatic-Tür braucht eben keinen Griff.
Aus dem Griff als Türbewegungselement könnte künftig ein Element mit primärer Beleuchtungsfunktion werden.

Produktbeispiele:
  • Haptik-Dekore: Selecta - Thermopal, Leutkirch
  • Stein-Furnier: NanoStone-Veneer - Richter Furniertechnik, Melle
  • Glasfaser-Steinpaneele: MSD - Wellenoptik: Akzent Paneel - beides in Generalvertretung bei: stoneslikestones GmbH, Essen
  • Transluzenz: GetaStyle elements - Westag & Getalit, Rheda-Wiedenbrück:
    Deutlich beanspruchbarer als Acrylglas und unkomplizierter zu verarbeiten und leichter als ESG ist dieses neue Polymerglas. GetaStyle elements lässt sich mit herkömmlichen Holzbearbeitungswerkzeugen in Form bringen. Die 6-mm-Platten in den Ausführungen transluzent und semi-transluzent können z.B. als hinterleuchtete Wandverkleidung, Trennwand oder Flächengestaltung zum Einsatz kommen. Letztere Ausführung erzielt eine dreidimensionale Wirkung, die durch ein dekorativ hinterlegtes Dekor erzeugt wird. Auch individuelle Dekore nach Kundenwunsch können per hausinternem Digitaldruck realisiert werden.


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