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DURCHGÄNGIGE PROZESSORIENTIERTE INNOVATIONSBERATUNG

Letzte Änderung: 04.02.2010
Best-Practice-Beispiel 2009 -  Einzelberatungen im Innovationsprozess
Handwerkskammer für München und Oberbayern, Dr. Christl

In 2009 wurden in Summe 133 Betriebe im Innovationsprozess beraten. Während bis 2008 die Einzelberatungen in der Regel themenbezogen und singulär (z.B. Erfinderberatung mit Patentanwalt, Projektförderung, Messeauftritt) erfolgten, wurden in 2009 einzelne Betriebe durchgängig prozessorientiert (von der Idee bis zum Markteintritt) betreut. In einzelnen Fällen wurden auch Nachbarabteilungen (z.B. Außenwirtschaftsberatung, Betriebswirtschaftliche Beratung, Rechtsberatung, Technische Beratung, das Gründerzentrum oder die Öffentlichkeitsarbeit) einbezogen.

In Summe wurden 2009 52 Betriebe in Schutzrechtsfragen beraten:

Die Recherche zu Schutzrechten (Bewertung der Patentfähigkeit der eigenen Idee bzw. Absicherung bezüglich Verletzung gegnerischer Rechte) erwies sich grundsätzlich als wichtigstes Element zu Beginn jeglicher Einzelberatung. Die Frage „Haben Sie bereits recherchiert?“ wird in den meisten Fällen mit „Nein“ beantwortet. So wurden in 2009 23 Anfragen nach Erfinderberatung mit einer Recherche begonnen. Bei 5 Vorgängen, die mit einer Erfinderberatung gestartet worden waren, wurde im zweiten Schritt eine Recherche durchgeführt. Bei 3 Anträgen auf Projektförderung erwies sich eine ergänzende Patentrecherche als zielführend. Von 36 durchgeführten Recherchen erschienen 17 als verfolgenswert. In 3 Fällen wurden anmeldungsverhindernde gegnerische Patente identifiziert. 


Übersicht Beratungsvorgänge Recherche 2009, Das Bild zeigt in Form eines "Flussdiagramms" Anzahl und Ergebnisse der in 2009 durchgeführten Recherchen zu Schutzrechten in der Technologie und Innovationsberatung der Handwerkskammer für München und Oberbayern (Dr. Christl)
Quelle: Autor


Abb. 1:             Übersicht Beratungsvorgänge „Recherche“ 2009.

Der Weg zur Anmeldung von Schutzrechten wurde in 11 Fällen beschritten. Vorgeschaltet waren in der Regel „Erfinderberatungen zur Anmeldung“ und „Kosten-Nutzen-Analysen“ entsprechend den Anforderungen der KMU-Patentaktion. In 5 Fällen fand die Anmeldung eines technischen Schutzrechtes statt, dies sind letztendlich 10 % der in 2009 durchgeführten Beratungen. Weitere 4 Anmeldungen sind noch in Klärung bzw. inhaltlicher Bearbeitung.


Der Bereich „Zuschussförderung für Entwicklungsvorhaben“ erfreute sich 2009 wegen der Ausweitung des Förderprogrammes ZIM-SOLO auf die alten Bundesländer und des neuen Angebots von Innovationsgutscheinen für Bayern starker Nachfrage. Entsprechende Informations-Veranstal-tungen waren gut besucht. In Summe fanden 51 Beratungen zu Projektförderung statt.

Aus 17 potentiellen ZIM Vorgängen wurden bislang 6 Anträge eingereicht. Genehmigt wurde davon noch keiner; 4 Anträge wurden aufgrund zu geringer Innovationshöhe im Bezug auf frühere Projekte des Antragstellers zurückgezogen.
Als „handwerksgerechter“ erwiesen sich die Innovationsgutscheine. Von 21 interessierten Betrieben haben inzwischen 10 einen Innovationsgutschein erhalten. Weitere 5 Anträge sind in Vorbereitung.

Zur Unterstützung des Markteintritts erweisen sich Messeauftritte auf Gemeinschaftsständen als besonders attraktiv. In diesem Zusammenhang wurden auch Bewerbungen um kostenlose Messeauftritte auf der IHM (Gemeinschaftsstand der bayerischen Handwerkskammern (2009 5, 2010 10 Mitaussteller);  Gemeinschaftsstände „Innovation gewinnt“ bzw. „Energie-Punkt“ der GHM (2009 4, 2010 9 Bewerbungen)) sowie damit verbundene Bewerbungen der Aussteller um den Bayerischen Staatspreis bzw. den Bundespreis für Innovation (2009 8, 2010 8 Bewerbungen) unterstützt.


Als Beratungsfall mit durchgängigem Durchlauf des Innovationsprozesses von der Recherche über Patentanmeldung, Kooperationsanbahnung, Prototypenbau über Innovationsgutschein bis zum ersten Messeauftritt ist Fa. Lutzbau aus Poing zu benennen. Entwickelt wurde ein Handhabungsgerät für die Sanierung von Fassaden, welche mit asbesthaltigen Eternitplatten verkleidet sind. Im nächsten Schritt ist vorgesehen, das Verfahren durch die Berufsgenossenschaft Bau in die Liste von Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest ...(BGI 664)“ aufnehmen zu lassen.


Innovationsprojekt, Durchgängige Betreuung im Innovationsprozess am Beispiel des Vorhabens "Handhabungsgerät zur Asbestsanierung" der Fa. Lutzbau, Poing
Quelle: Autor

Abb 2.Durchgängige Betreuung im Innovationsprozess am Beispiel des Vorhabens „Handhabungsgerät zur Asbestsanierung“ der Fa. Lutzbau, Poing.



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