WISSEN ÜBER WISSENSMANAGEMENT
Letzte Änderung: 17.02.2010
Wissensmanagement macht Wissen verfügbar
Der Zweck von Wissensmanagementsystemen ist es, Wissen effizient auffindbar dort bereitzustellen, wo es benötigt wird. Ein Wissensmanagementsystem muss dem Nutzer rasch Antworten auf offene Fragen geben und Lösungen oder zumindest Lösungsansätze für Probleme bereitstellen.
Ein systematischer Ansatz ist das Ablegen von Wissen in Datenbanken. Durch das Speichern von Mitarbeiterwissen kann dem Wissensschwund durch Mitarbeiterfluktuation begegnet werden. Gespeichert werden Studien wie Marktforschungsergebnisse, Expertenmeinungen und Informationen.
Eine anderer Ansatz besteht darin, auf Experten zu verweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass Wissen eine Funktion von Menschen ist. Die Idee ist dabei, für jede Frage die Person ausfindig zu machen, die eine Antwort weiß.
Eine Wissenslandschaft kann die beide Methoden verknüpfen. Ein Experte kann mit dem Aufbau einer Wissenslandschaft eine Wissenswelt erschaffen, die Transparenz und Ordnung schafft und ihm selbst einen schnellen Zugriff auf Informationen und Methoden ermöglicht.
Eine kundenorientierte Wissenslandschaft ist so angelegt, dass sich auch ein Kunde zurechtfinden kann. Er findet Antworten auf seine Fragen, Lösungsansätze für seine Probleme und Ansprechpartner für komplexe Problemstellungen.
Wer Information mit Wissen verwechselt füllt Datenbanken und Intranetportale, die kein Mensch nutzt. Der Unterschied zwischen Informationen und Wissen ist der gleiche wie der zwischen Wörtern und Texten. Informationen werden erst dann zu Wissen, wenn Menschen diese sinnvoll umsetzen können.
Informationen im falschen Kontext werden nicht zu Wissen sondern zur Desinformation. Durch Desinformation entstehen Misstrauen, Überforderungsangst und gefährliches Halbwissen. Schlimmeres kann einem Unternehmen nicht passieren.
Deshalb müssen Regeln und Tools bereitgestellt werden, mit deren Hilfe jeder nur diejenigen Informationen erhält, die er für seine Aufgaben braucht und anwenden kann. Solche Regeln und Tools zu evaluieren ist eine Kernaufgabe im Wissensmanagement.
Die Köpfe der Mitarbeiter sind voller Ideen und das meiste Wissen ist in den Köpfen der Mitarbeiter. Dieses Wissen für das Unternehmen nutzbar zu machen, ist eine weitere Kernaufgabe im Wissensmanagement. Dabei gilt es vor allem alte Vorurteile zu überwinden, dass Zurückhalten von Wissen der Schlüssel zum Erfolg sei.
Wissensmanagementsysteme müssen kontrolliert mit Wissen gefüllt werden. Unkontrollierte Informationsflüsse verstopfen oft schon nach kurzer Zeit die internen Kommunikationskanäle. Informationsmangel dagegen gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit. Es kommt deshalb darauf an, an die richtigen Informationen zu kommen. Wissensmanagement muss darauf achten, dass Information nicht zur Plage, sondern zu anwendbarem Wissen wird.
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