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FERTIGUNGSTECHNIK UND MONTAGEVERFAHREN

Letzte Änderung: 23.09.2009
Die Aufgabe der Fertigungstechnik besteht in der wirtschaftlichen Herstellung eines durch Zeichnung oder Konstruktionsunterlagen vorgegebenen Werkstücks. Die in den Konstruktionsunterlagen enthaltenen Anweisung (Werkstoffe, Maßtoleranzen, Oberflächengüte etc.) bilden die Grundlage der Fertigung. Der zeitliche, wirtschaftliche und personelle Aufwand bestimmen den Automatisierungsgrad der Fertigung. Die Möglichkeiten reichen von Hand bedienten Universal-Maschinen über numerisch gesteuerte Maschinen, bei denen die Wirkinformationen in Form von Programmen gespeichert sind. Letztere können zu flexiblen Fertigungssystemen, bei denen mehrere CNC gesteuerterte Fertigungs-Systeme durch eine übergeordnete Werkstück- und Werkzeugversorgung sowie integrierte Auftragsablaufsteuerung miteinander verbunden sind, kombiniert werden. Eine Folge der zunehmenden Automatisierung ist die kontinuierliche Verschiebung der Tätigkeiten der Menschen von der handwerklich ausführenden zur geistig anspruchsvollen, planenden Arbeit.

Fertigungstechnik und Montageverfahren sind wesentliche Bereiche der Produktionsprozesse. Immer kürzere Produkt-Lebenszyklen und die zunehmende Variantenvielfalt erfordern eine hohe Flexibilität. Steigerung der Produktivität und Senkung der Fertigungskosten sind klassische Zielsetzungen in der Fertigung. Daneben treten heute neue, erweiterte Anforderungen nach einer ökologischen und humanverträglichen Fertigung. Aktuelle Stichworte sind: Minimalmengenschmierung, Trockenbearbeitung, Umformen beschichteter Bleche zu innovativen Bauteilen. Die intelligente Integration geeigneter Fertigungs- und Montageverfahren in einen Produktionsprozess setzt genaue Kenntnisse der Vor- und Nachteile und der Entwicklungstrends voraus.

Der Trend zur Verfahrenskombination in modular aufgebauten Werkzeugmaschinen hält an. Durch die Integration von mehreren Fertigungsverfahren können die Unternehmen erhebliche Rationalisierungspotenziale ausschöpfen. Durch eine Vielzahl von standardisierten Funktionsbausteinen lassen sich modular aufgebaute Werkzeugmaschinen optimal und kostengünstig zu Fertigungssystemen konfigurieren. So werden individuell nach Kundenwünschen zusammengestellte Komplettbearbeitungszentren mit steigender Flexibilität, Produktivität und Genauigkeit angeboten.

Die Entwicklung neuer oder alternativer Bearbeitungsverfahren und Werkzeuge mit besserer Human- und Umweltverträglichkeit bei gleichzeitig verbesserter Wirtschaftlichkeit lassen die Substitution klassischer Verfahren erwarten - zum Beispiel „Hartdrehen statt Schleifen.
Forschungsergebnisse im Bereich der Robotik (z.B. SME-Robots) lassen erwarten, dass Roboter zukünftig auch in der Kleinstserien-Produktion eingesetzt werden können.

Die Entwicklung der Generativen Fertigungsverfahren hält an. Rapid Prototyping (RP), Rapid Tooling (RT) und Rapid Manufacturing (RM) sind die Hauptanwendungsbereiche. Neben der direkten Herstellung von Prototypen konnte sich die generative Herstellung von Formen und Werkzeugen unmittelbar aus 3D-Datensätzen etablieren. Durch Verfahrenskombination und -optimierung können nun Teile in sehr guter oder in endgültiger Produktqualität gefertigt werden.


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