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DER ZDH-BEIRAT UNTERNEHMENSFÜHRUNG IM HANDWERK - URSPRUNG UND HEUTIGES SELBSTVERSTÄNDNIS

Letzte Änderung: 05.08.2013
Die Geschichte des ZDH-Beirats „Unternehmensführung im Handwerk" ist eng verbunden mit der Entwicklung des bundesweit verbindlichen Rahmenlehrplans zum „Betriebswirt des Handwerks/Betriebswirt (HWK)/geprüfter Betriebswirt nach HWO".
Das Bundesministerium für Wirtschaft fördert die Teilnahme an diesem Quali-fizierungsangebot, bei dem das Institut für Technik der Betriebsführung (itb) die Funktion einer bundesweiten Leitstelle wahrnahm. Dabei sollte die Weiterentwicklung des Seminarangebots sowie die Abwicklung der öffentlichen Fördermittel durch einen „Beirat" aus dem Kreis der Veranstalter begleitet werden. Dieser „Beirat für Unternehmensführung" wurde am 16.06.1977 beim itb eingerichtet.
In den ersten Jahren konzentrierte sich die Tätigkeit des Beirats auf die Gestaltung und Aktualisierung des Rahmenlehrplans und der damit verbundenen Lehrunterlagen. Weitere, noch heute bewährte Seminarkonzeptionen wie ein Lehrgang zur Existenzgründung als „Rüstzeug zur Selbstständigkeit" oder der Lehrgang „Führungswissen in Kompaktform" wurden entwickelt.
Nachdem mit der Erstellung eines bundeseinheitlichen Rahmenlehrplans zum „Betriebswirt des Handwerks" die ursprüngliche Zielsetzung des Beirats erreicht war, setzte dieser sich neue Aufgaben als Strategiegremium. Als künftige Zielsetzung sollte er - in Abstimmung mit dem ZDH-Präsidium - eine Art „Vordenkerrolle" für das Handwerk in Deutschland übernehmen.
Unter der neuen Aufgabenstellung hat der ZDH-Beirat „Unternehmensführung im Handwerk" seitdem verschiedene, in seinen Reihen durchaus sehr kontrovers diskutierte Themen aufgegriffen, die in mehreren Veröffentlichungen ihren Niederschlag fanden. So löste das 1994 erstmals erschienene und 1997 grundlegend überarbeitete „Strategiepapier" des ZDH-Beirats über die künftigen Entwicklungstrends im Handwerk eine ebenso breite Diskussion über die Situation in den Betrieben und den Organisationen des Handwerks aus wie die perspektivischen Denkansätze zum „Meister der Zukunft" aus dem Jahre 1997/98. Ein Teil der Anregungen des Beirats hat inzwischen längst in den Betrieben und Organisationen des Handwerks eine entsprechende Umsetzung erfahren. Mut zu kritischer Provokation hat der Beirat auch mit seinem Papier "Zukunft des Handwerks - Handwerksorganisation mit Zukunft" bewiesen, das er zur Jahrtausendwende vorlegte. Mit den beiden Teilen "Neue Märkte - Neue Chancen" und "Neue Aufgaben - Neue Wege" des Doppelbandes "Neue Märkte - neue Dimensionen" aus dem Jahr 2003 führten die Mitglieder des Beirats diese Zielsetzung konsequent weiter.
Die Notwendigkeit und Ansatzpunkte für eine "Qualitätsoffensive im Handwerk" zeigte der Beirat im Jahr 2007 auf, gefolgt von der Broschüre "Handwerk ist mehr", mit der er 2009 die Chance ergriff, das Handwerk als wirtschaftliche und gesellschaftliche Kraft stärker zu positionieren.
Mit der Schrift "Das Prinzip Handwerk - Werte inhabergeführter Unternehmen" folgte 2011 ein Plädoyer für eine Neuorientierung auf die Soziale Marktwirtschaft mit dem Ziel, den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft fortzuführen und zu intensivieren.
Mit seinem neuesten Thesenpapier "Zukunftschance Handwerk - Fachkräfte für den Wirtschaftsstandort Deutschland" aus dem März 2013 stellt der Beirat „Unternehmensführung im Handwerk" nicht nur einmal mehr sein Gespür für aktuelle Themen unter Beweis, sondern macht deutlich, dass die Fachkräftesicherung für das Handwerk überlebenswichtig ist. Wenn dem Handwerk als einem der größten, stärksten und bedeutendsten Wirtschaftsbereiche Deutschlands Fachkräfte fehlen, schwächt dies die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft insgesamt.
Wandel als Voraussetzung für Veränderungen benötigt vielfältige Impulse. Zum Selbstverständnis der Mitglieder des Beirats gehört es, diese Impulse immer wieder neu zu geben. Wandel durch Veränderung hat auch die Tätigkeit des ZDH-Beirats „Unternehmensführung im Handwerk" im Laufe der Zeit erfahren - mit Blick auf seine Ziele, Themen und Zusammensetzung. Nach wie vor ist er aber das einzige Gremium in der Handwerksorganisation, in dem ausschließlich Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammern und Fachverbände mit einigen Leitern der Forschungseinrichtungen des Handwerks und mit Vertretern der Spitzenorganisation des Handwerks zusammenarbeiten.



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E-Broschüre: Neue Wege - Neue Dienstleistungen (2015)